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Sonntag, 31. Januar 2016

Indianer-Heilmittel entpuppt sich als Keimkiller




In Kanada vorkommender Ton tötet selbst multiresistente Bakterien restlos ab

Heilmittel aus der Natur: Forscher haben entdeckt, dass ein in Kanada vorkommender Ton stark antibakteriell wirkt. Die graue Erde tötete in Labortests selbst multiresistente Erreger restlos ab, wie Forscher im Fachmagazin "mBio" berichten.
Dies bestätigt, dass der schon seit Jahrhunderten von indianischen Ureinwohnern als Heilmittel genutzte Ton tatsächlich medizinisch wirksam ist. Er könnte künftig helfen, hartnäckige Infektionen zu bekämpfen.


Traditionelles Heilmittel aus dem Boden


Für die indianischen Ureinwohner im Westen Kanadas ist ein besonderer Ton schon seit Jahrhunderten die Arznei der Wahl. Der von den Angehörigen der First Nations genutzte Kisameet Clay ist ein sehr feiner grauer Ton, der aus einer 400 Kilometer nördlich von Vancouver liegenden Senke stammt. Gebildet wurde dieses rund 400 Millionen Kilogramm umfassende Tonvorkommen am Ende der letzten Eiszeit.
"Berichten zufolge wird dieser Ton von ihnen für eine ganze Reihe von Beschwerden eingesetzt, darunter entzündliche Darmentzündungen, Arthritis, Hautirritationen und Gefäßentzündungen", berichten Shekooh Behroozian und seine Kollegen von der University of British Columbia in Vancouver. Ähnliches wurde auch schon von anderen Tonmineralen berichtet, bisher jedoch wurde keiner offiziell für therapeutische Zwecke zugelassen.


Vielversprechender Kandidat


Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte es sich daher lohnen, diesen Ton in weiteren Studien auf seine therapeutische Eignung hin zu untersuchen. "Nach 50 Jahren der Übernutzung und des Missbrauchs von Antibiotika könnten traditionelle Heilmittel und andere natürliche, mineralbasierte Stoffe uns neue Waffen im Kampf gegen multiresistente Erreger liefern", sagt Koautor Julian Davies.



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